TSA der TSG
1862 Weinheim

Alle guten Dinge sind Drei

 

Nach 2019 und 2021 sind Tina Zettelmeier und Benjamin Eiermann erneut „Deutsche Meister“. Dirk und Fabienne Regitz landen unter Top 4 Deutschlands.

In der Wetzlarer Stadthalle trafen sich am letzten April-Samstag die besten 24 deutschen Tanzpaare der Altersklasse Senioren II zum diesjährigen Deutschlandpokal. Mit dabei waren auch Benjamin Eiermann und Tina Zettelmeier sowie das Ehepaar Dirk und Fabienne Regitz von der Tanzsportabteilung (TSA) der TSG 1862 Weinheim.

 

Der letzte Deutschlandpokal wurde erst im November 2021 ausgetragen, da sich aufgrund von Corona der normale Turnierterminus verschoben hatte. Dieses Jahr geht es nun zurück zur Normalität und dem gewohnten Rhythmus. So fanden bereits im Februar die baden-württembergische Landesmeisterschaft statt, bei der Eiermann/Zettelmeier den Landesmeistertitel erfolgreich verteidigen konnten. Das Ziel war damit klar: auch auf nationaler Ebene möchten die beiden Tanzsportler ihren Erfolg von 2019 und 2021 wiederholen und auf dem Treppchen wieder ganz oben stehen.

 

Für die Regitzes startete das Jahr holprig. Krankheit und Verletzungen bremsten das Paar, das seit 2016 stets zu den Top Vier Deutschlands gehört, aus und erschwerten die Vorbereitungen. So mussten sie schweren Herzens auch die Teilnahme an der Landesmeisterschaft absagen. Erst zwei Wochen zuvor konnten sie in die intensive Trainingsphase einsteigen.

 

Doch mit Professionalität, klarem Fokus und der Unterstützung durch den Weinheimer Erfolgstrainer und Coach Emanuil Karakatsanis starteten sowohl Regitzes als auch die Vorjahres-Sieger Eiermann/Zettelmeier in die Vorrunde der diesjährigen Meisterschaft um den Deutschland-Pokal. Mit rhythmisch souveränem, aber auch gefühlvollem Tanzen überzeugten die Weinheimer Tänzer nicht nur das Publikum, sondern vor allem auch die sieben Wertungsrichter. Mit jeweils 35 von 35 Wertungsrichterkreuzen war die Qualifikation für die Zwischenrunde sicher. Erneut versuchten Eiermann/Zettelmeier sowie Regitzes in den fünf Latein-Tänzen (Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive) alles zu geben um sich für das folgende Finale zu empfehlen – mit Erfolg. Erneut sammelten beide Paare die höchstmögliche Kreuzzahl, was neben den späteren Vize-Meistern kein weiteres Paar schaffte. Nun hieß es nochmals alle Kräfte zu mobilisieren für ein Finale der Extra-Klasse und auf höchstem tänzerischem Niveau. Getragen durch die Anfeuerungsrufe und Applaus des Publikums sprühten von Tanz zu Tanz die Parkettfunken. Das Ergebnis war bis zum letzten Tanz unklar, somit blieb es bis zur Siegerehrung spannend.

Die sechs Finalpaare stellten sich an den Händen haltend für die Ergebnisverkündung auf und der ganze Saal hielt den Atem an. „Nach dem Finale waren wir durchgeschwitzt, der Körper und die Füße brannten, doch es durchströmte uns ein unfassbares Glücksgefühl, zu wissen, dass wir alles gegeben haben“, beschreibt Zettelmeier die Gefühle nach einer großartigen Finalrunde. Und die Arbeit, Zeit, Fleiß, Schweiß und mehr haben sich gelohnt: mit allen fünf gewonnen Tänzen dürfen sich Benjamin Eiermann und Tina Zettelmeier erneut „Deutsche Meister“ nennen – zum dritten Mal in Folge. Der Jubel und die Freude über diesen Erfolg und das Triple war groß.

 

Für Dirk und Fabienne Regitz, die 2021 den zweiten Platz erreichten, ertanzten sich dieses Mal den vierten Platz. „Auch wenn das letzte Körnchen Kraft gefehlt hat, sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Kompliment an unsere Konkurrenten auf der Fläche, die neben der Fläche immer Mensch bleiben“, resümiert Fabienne.