TSA der TSG
1862 Weinheim

An der deutschen Spitze

 

Deut­sche Meis­ter­schaft 10-Tän­ze: Dirk und Fabi­en­ne Regitz ver­pas­sen haar­scharf die Titel­ver­tei­di­gung

Norderstedt/Weinheim. Dirk und Fabi­en­ne Regitz durf­ten sich bereits drei Mal in Fol­ge Deut­sche Meis­ter der Senio­ren II Kom­bi­na­ti­on, davor auch ein­mal in der jün­ge­ren Alters­klas­se Senio­ren I, nen­nen. Mit dem kla­ren Ziel den Titel ein vier­tes Mal zu ver­tei­di­gen fuh­ren die bei­den Tän­zer der Tanz­sport­ab­tei­lung der TSG 1862 Wein­heim ver­gan­ge­nen Sonn­tag nach Nor­der­stedt, nahe Ham­burg. Hier fand der dies­jäh­ri­ge Deutsch­land-Pokal in der Königs­dis­zi­plin 10-Tän­ze statt.

 

Ange­tre­ten sind 21 Paa­re, was ein Tur­nier mit ins­ge­samt drei Run­den mit sich brach­te. Wenn man das hoch­rech­net: Die Tän­zer, die es bis ins Fina­le schaf­fen, haben am Ende des Tages ins­ge­samt 30 Tän­ze auf der Flä­che prä­sen­tiert. Dies erfor­dert zum einen ein gro­ßes Maß an Kon­di­ti­on und zum ande­ren viel Kon­zen­tra­ti­on, durch die stän­di­gen Wech­sel zwi­schen der Latein- und Stan­dard­sek­ti­on.

 

Regit­zes star­te­ten gut in das Tur­nier. Auch wenn die Tanz­flä­che eher klein war, was für die Stan­dard­tän­ze immer eine Her­aus­for­de­rung ist, konn­ten die Wein­hei­mer in die­ser Sek­ti­on sou­ve­rän ablie­fern. In der dar­auf­fol­gen­den Latein­run­de prä­sen­tier­ten sich die bei­den beson­ders dyna­misch und zeig­ten hier schon klar, dass sie an die­sem Tag ganz nach oben wol­len. Auch das Semi­fi­na­le lief für das Ehe­paar her­vor­ra­gend. So qua­li­fi­zier­ten sie sich gemein­sam mit der Top-Kon­kur­renz aus Reut­lin­gen an der Spit­ze der bes­ten sechs Paa­re für das Fina­le.

Zwei­kampf um den Titel

Hier ging es nun um alles. Der erwar­te­te Zwei­kampf der Paa­re aus Baden-Würt­tem­berg wur­de kom­plett uner­war­tet durch ein drit­tes Paar aus Ber­lin auf den Kopf gestellt, das drei der Stan­dard­tän­ze gewann. Die Reut­lin­ger gewan­nen den Lang­sa­men, Regit­zes den Wie­ner Wal­zer. Ins­ge­samt beleg­ten die Wein­hei­mer in der Stan­dard­sek­ti­on nur Platz 4. Moti­viert ging es wei­ter mit den Latein­tän­zen. Hier konn­te es kein ande­res Paar weder mit den Wein­hei­mern, noch mit den Reut­lin­gern auf­neh­men. Dirk und Fabi­en­ne mobi­li­sier­ten die letz­ten Kräf­te. Lei­der lief der ers­te Tanz, die Sam­ba, nicht ganz opti­mal, weil ein ande­res Paar immer wie­der im Weg war. Die­ser Tanz ging nach Reut­lin­gen. Im ChaCha konn­ten wie­der­um die Wein­hei­mer über­zeu­gen, die Rum­ba ging dann wie­der nach Reut­lin­gen. Als dann nach dem Pasod­o­ble bei­de Paa­re platz­gleich waren, stand die Span­nung am Höhe­punkt. Doch im Jive konn­te dann schließ­lich das Paar aus Reut­lin­gen ihren Sieg fes­ti­gen.

 

„Schaut man sich die Wer­tun­gen im Ein­zel­nen genau an, so war es in bei­den Sek­tio­nen in vie­len Tän­zen knapp zwi­schen den bei­den Spit­zen­paa­ren. Wäre eine ein­zel­ne Wer­tung anders gewählt wor­den, hät­te das Ergeb­nis oft umge­kehrt aus­ge­se­hen. Es war sehr knapp“, erklärt der mit­ge­reis­te Trai­ner Ema­nuil Kara­kat­sa­nis im Nach­gang. „Wir sind stolz auf den Vize­meis­ter­ti­tel in einem so star­ken Feld. Natür­lich hät­ten wir ger­ne gewon­nen, aber wir respek­tie­ren und schät­zen die Ver­bands­kol­le­gen aus Reut­lin­gen sehr, das macht es leich­ter“, berich­tet Dirk.

 

Doch aus­ge­ruht wird es sich jetzt nicht, denn „nach der Meis­ter­schaft, heißt vor der Meis­ter­schaft“: in vier Wochen steht die Deut­sche Meis­ter­schaft der Senio­ren II Latein in Elms­horn an.